Arturo 1919 in Ottensen: Apulische Lebensart

restaurant-arturo1919-presse-abendblatt-2012Urlaubsgefühle wecken schon die ersten Schritte. Vorbei an der offenen Küche, wo gerade der Thunfisch brutzelt und die Tomatensuppe köchelt, hinein in ein freundliches Lokal mit Natursteinoptik, viel indirektem Licht, dunklem Holz, bequemen Stühlen und Bänken sowie einem “Wasserfall”, der eine grün geflieste Wand herabläuft. Schon ist klar, dass das “Arturo 1919″ an der Ecke Fischers Allee/Große Brunnenstraße in Ottensen mit dem gemeinen Italiener ungefähr so viel zu tun hat wie eine gestandene Bundesliga-Mannschaft mit ambitionierten Thekenkickern.

“Arturo 1919″, früher die Heimat eines Ablegers von “Teufels Küche”, das ist richtig gute, richtig feine italienische Küche. Schon der Gruß aus der Küche – ein Weizensalat mit Frischkäse, Oliven und Kräutern – macht süchtig. Dann locken Nudelvariationen wie Spaghetti mit Seeteufel und Tagliolini mit Rinderfiletspitzen und Spargel zu überraschend fairen Preisen (von 8,50 bis 13,70 Euro), Zanderfilet mit Balsamicosauce auf Kartoffelpüree (17,50 Euro) oder Lammhüfte mit Rosmarin und Spinat (18,50 Euro).

Während Küchenchef Roberto an den gusseisernen Pfannen werkelt, eilt Mitinhaber Quintino von Tisch zu Tisch. Er empfiehlt die auf einer Schiefertafel notierten Spezialitäten des Tages wie das exzellente Spanferkel-Carpaccio mit Austernpilzen, schenkt wunderbaren Chianti aus der Toskana nach (0,75 l, 19,10 Euro), erklärt spezielle Nudelkreationen und entzündet nebenbei noch Wunderkerzen am Geburtstagstisch nebenan. Das Ständchen stimmt Quintino sogar gleich höchstpersönlich an.

“Wir sind kein überkandidelter Laden”, sagt Roberto. Kinder sind willkommen – und wenn sie beim Mau-Mau-Spielen etwas lauter werden, macht das nichts: Ottensen ist tolerant, Italiener sind kinder- lieb. Für seine kleinen Gäste macht Roberto sogar Nudeln mit Tomatensauce, obwohl die nicht auf der Karte stehen. Leckeres Eis hat Roberto auch. Aber er patscht nicht einfach zwei Kugeln in einen Becher, sondern dekoriert sie liebevoll mit Früchten. Für Mama und Papa gibt es unterdessen warme Schokoladentörtchen – “Malheur” genannt, ein Anschlag auf jede Diät, aber Figurfragen werden eh überschätzt.

“Es ist schwer, einfach zu sein”, sagt Roberto über seine Küche. Gelernt hat er bei seiner Mama in Apulien. Deshalb: kein Schnickschnack, sondern Konzentration auf qualitativ hochwertige Zutaten. Benannt hat Roberto das Lokal nach seinem Opa Arturo, das, sagt er, war er ihm einfach schuldig. Dessen Konterfei aus dem Jahr 1919 – daher die Jahreszahl im Namen – schmückt den Speisesaal.

Am 1. Dezember wird das “Arturo 1919″ mit seinen Stammgästen den ersten Geburtstag feiern. Halten Roberto und sein Team dieses Niveau von Sonne und Mehr, wird auch das zehnjährige Jubiläum kommen, ganz sicher.
Quelle: 10.2012 | von Peter Wenig | Hamburger Abendblatt

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